Tag der Städtebauförderung

Veranstaltung

Die durch den Bund initiierte Veranstaltung „Tag der Städtebauförderung“ würdigt jedes Jahr das vielfältige Engagement von Kommunen und ihren Bewohner*innen und zeigt die Bedeutung, Potenziale und Erfolge der Städtebauförderung auf. Alle Städte und Gemeinden sind dazu aufgerufen, über Projekte, Strategien und Ziele im Zuge der Städtebauförderung zu informieren und Bürger*innen an der Entwicklung ihrer Stadt zu beteiligen.

Aufgrund der pandemischen Bestimmungen musste die diesjährige geplante Veranstaltung für den Tag der Städtebauförderung am 8. und 9. Mai 2021 in Hannover Stöcken abgesagt werden. Wir präsentieren Ihnen daher auf dieser Webpage die für diese Veranstaltung vorgesehenen Beiträge und wünschen Ihnen dabei viel Spaß.

Die geplante Ausstellung am neuen Stadtteilzentrum in Hannover-Stöcken musste aufgrund der pandemischen Lage leider verschoben werden. Die Veranstaltung wird aber sobald wie möglich nachgeholt!

Stadterneuerung und Städtebauförderung in Hannover

Ein Überblick der aktuellen Fördergebiete in Hannover

Seit 50 Jahren werden Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf bundesweit durch die Städtebauförderung unterstützt, seit 20 Jahren auch in Hannover. Im Rahmen der Städtebauförderung beteiligen sich finanziell der Bund, das Land Niedersachsen sowie die Landeshauptstadt Hannover jeweils zu einem Drittel an Förderprogrammen, die zur Behebung städtebaulicher Missstände beitragen.

Die Städtebauförderung kommt insbesondere in den Quartieren zum Einsatz, in denen sich Mängel an Gebäuden sowie an öffentlichen Grünflächen und Plätzen häufen und in denen sich zudem soziale Problemlagen ballen. Die Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm macht die Festsetzung eines Sanierungsgebiets erforderlich. In diesen Sanierungsgebieten können zeitlich befristet Sonderregelungen erlassen werden, damit ein abgestimmtes Vorgehen zur Behebung der Missstände möglich ist.

Für die Durchführung der Sanierungsprozesse stehen mehrere Städtebauförderungsprogramme zur Verfügung. Aktuell werden in der Landeshauptstadt Hannover fünf Sanierungsgebiete durch das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ finanziell gefördert: Stöcken, Hainholz, Sahlkamp, Mühlenberg und Oberricklingen Nord-Ost. In Stöcken kommt zudem das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ zur Anwendung. Informationen zu den Sanierungsgebieten finden Sie hier

Anhand der realisierten Projekte in Stöcken lässt sich gut nachvollziehen, wie die Städtebauförderung zur nachhaltigen Entwicklung von Stadtteilen eingesetzt wird.

Stöcken

Seit 2008 bzw. 2013 gibt es zwei Fördergebiete in Stöcken. Im Jahr 2022 wird diese Förderung voraussichtlich zu Ende gehen. Der diesjährige Tag der Städtebauförderung wurde zum Anlass genommen, einen Rückblick auf die in den letzten 13 Jahren durchlebten Veränderungen im Stadtteil zu werfen. Gleichzeitig soll ein Dialog mit den Bewohner*innen gestartet werden, in dessen Verlauf möglichst viele der angestoßenen Projekte auf langfristig tragfähige Beine gestellt werden sollen.

20210505_Vorher-Nachher18
20210505_Vorher-Nachher17
20210505_Vorher-Nachher16
20210505_Vorher-Nachher15
20210505_Vorher-Nachher14
20210505_Vorher-Nachher13
20210505_Vorher-Nachher12
20210505_Vorher-Nachher11
20210505_Vorher-Nachher10
20210505_Vorher-Nachher9
20210505_Vorher-Nachher8
20210505_Vorher-Nachher7
20210505_Vorher-Nachher6
20210505_Vorher-Nachher5
20210505_Vorher-Nachher4
20210505_Vorher-Nachher3
20210505_Vorher-Nachher2
20210505_Vorher-Nachher1
PlayPause
previous arrow
next arrow

Im Laufe der letzten 13 Jahre wurden in Stöcken, auch mithilfe von Städtebaufördermitteln, viele Projekte realisiert.


Was sagen Sie? 

Wir möchten gern mit Ihnen, den Bewohner*innen und den Aktiven aus dem Quartier, ins Gespräch über die Zeit der Sanierung kommen. Coronabedingt starten wir zunächst auf digitalem Wege. Später möchten wir auch persönlich, vor Ort, in kleiner oder großer Runde ins Gespräch kommen. 
Bis dahin sind Sie herzlich eingeladen sich bei uns mit ersten, spontanen Äußerungen zu melden!

Folgende Fragen beschäftigen uns hierbei insbesondere:

Wir haben Mitglieder der Sanierungskommission sowie Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung darum gebeten, Aussagen zu den 13 Jahren Sanierung in Stöcken zu machen.

20210506_Statements_Marlies Kloten
20210505_Statements_Gerrit Schwalbach
20210505_Statements_Werner Schwalm
20210505_Statements_Bernd Janischowsky
20210505_Statements_Regine Bittorf
20210505_Statements_Margit Mertz
20210505_Statements_Katja Bicker
20210505_Statements_Janna Kunz
20210505_Statements_Heiditolzenwald
20210505_Statements_Hannelore Mücke-Bertram
20210505_Statements_Claudia Mueller
20210505_Statements_Carsten Witte
PlayPause
previous arrow
next arrow


Nun sind wir gespannt zu hören, was Sie uns zum Sanierungsprozess in Stöcken sagen möchten! Es geht um eine erste Annäherung aus dem Bauch heraus. Kommentare oder Statements, Unterhaltsames wie Ernstes, Kritik oder Lob: alles ist willkommen. Die Beiträge möchten wir für die weitere Diskussion zum Abschluss der Sanierung verwenden, Ihr Name wird dabei nicht veröffentlicht.

Kontakt: Möchten Sie persönlich mit uns in Kontakt treten? Dann senden Sie bitte eine E-Mail an das Quartiersmanagement Stöcken: Katja Bicker (katja.bicker@hannover-stadt.de) oder Janna Kunz (janna.kunz@hannover-stadt.de).

Ihme-Zentrum

Das Ihme-Zentrum in Hannover ist einer der baulich markantesten und konsequentesten Gebäudekomplexe der 1970er Jahre in Deutschland. Auf Grund seiner Größe und Struktur besitzt es ein städtebauliches Alleinstellungsmerkmal (ein Gebäude von 550 m Länge mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 285.000 qm), und es ist ein bundesweit bekanntes Beispiel für die städtebauliche Haltung „Urbanität durch Dichte“ der 1970er Jahre und für die durchentworfene bauliche Umsetzung gemischter Nutzungen. 

Bauzeit1971–1975
ArchitektenArchitekturbüro Kloss und Kolb entwickelt 1969 im Auftrag der City-Bau-KG das Entwurfskonzept des IZH.
Wohn-, Büro- und Handelsflächen285.000 m² BGF, davon 75.000 m² für den ruhenden Verkehr
Wohnfläche mit ca. 860 WEca. 58.000 m²
Studentenappartements mit ca. 450 WEca. 8.000 m²
Büroflächenca. 65.000 m²
Handelsflächenca. 60.000 m²
Sonstige Nebenflächenca. 19.000m²

Daten entnommen aus „Ihme-Zentrum“ Sachstandsbericht November 2014

Ihmezentrum_FrÅher-heute
Ihmezentrum_FrÅher-heute2
Ihmezentrum_FrÅher-heute3
Ihmezentrum_FrÅher-heute4
Ihmezentrum_FrÅher-heute5
Ihmezentrum_FrÅher-heute6
Ihmezentrum_FrÅher-heute7
Ihmezentrum_FrÅher-heute8
Ihmezentrum_FrÅher-heute9
PlayPause
previous arrow
next arrow

Fotos des Ihme-Zentrums aus den 1970er Jahren (grau) und von 2018 (farbig) gegenübergestellt.

Leider ist heute von dem früheren stolzen Zeichen für den positiven Blick auf die Moderne nicht mehr viel zu sehen. Während die Wohnungen im Ihme-Zentrum, die zum großen Teil im Einzeleigentum liegen, sich großer Beliebtheit erfreuen, der Großteil der Büroflächen bislang durch die Stadt bzw. durch die Stadtwerke angemietet wurden, stehen die durchgehenden Gewerbeflächen auf der +1 und +2 Ebene vollständig leer. Zwischenzeitlich begonnene Baumaßnahmen zum Umbau der Geschäftsflächen wurden im Zuge von mehreren Insolvenzen unvollendet abgebrochen. Die verbindende auf der Ladenebene befindliche Platz/Fußgängerzone ist verwaist und nicht mehr zugänglich. Sichtbar sind der Verfall und die Beeinträchtigung des Gesamtensembles, die auch auf das Umfeld ausstrahlt. Die 2015 in das Ihme-Zentrum eingetretene Eigentümergesellschaft hat ein Konzept für die Neuordnung und Wiederbelebung der Handels- und Gewerbeflächen in den Basisgeschossen entwickeln lassen.

Entwurf: RKW Architektur + | Visualisierung: HH Vision

Ziel des 2017 in das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommene Projekts „Revitalisierung des Ihme-Zentrum“ ist, die Transformation und langfristige Revitalisierung des Komplexes zu unterstützen. Zusammen mit der Landeshauptstadt Hannover verfolgt die seit 2019 neue Eigentümergesellschaft, die zur Realisierung des seit 2015 entwickelten Konzepts einen mehrstelligen Millionenbetrag investieren wird, dieses Ziel.

Mit dem Förderprogramm, aus dem mit der Ko-Finanzierung der Landeshauptstadt Hannover insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung stehen, ist vorrangig beabsichtigt, die Barrierewirkung durch eine attraktive und öffentlich nutzbare Fuß- und Radwegeverbindung zwischen dem Stadtteil Linden und dem Ihmeufer und der dahinter liegenden Calenberger Neustadt aufzubrechen, den Prozess der Umsetzung und der Nutzung rechtlich abzusichern sowie die unterschiedlichen Eigentümerinteressen zu moderieren.

Der zur Genehmigung eingereichte Entwurf der Wegeverbindung wurde durch ein Beteiligungsverfahren, in dem die Eigentümergemeinschaft und die Stadtöffentlichkeit Gelegenheit hatten sich einzubringen, begleitet. Nach der im Frühjahr 2021 genehmigten Planung kann nun mit der Umsetzung begonnen werden.
Weitere Informationen zum Projekt der Durchwegung finden Sie auf https://ihme-zentrum.info.

Entwurf: RKW Architektur + | Visualisierung: HH Vision

Entwurf: RKW Architektur + mit Lohaus-Carl-Köhlmos Landschaftsarchitekten

In der Vergangenheit hatte die Landeshauptstadt Hannover auch schon zahlreiche Anstrengungen unternommen, das Umfeld des Ihme-Zentrums aufzuwerten und damit den Standort zu stärken. 

Dazu gehören:

2005Umbau der Kreuzung Schwarzer Bär
2007Umgestaltung des Küchengartens zu einem Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität
2007Umsetzung der Straßenplanung der Blumenauer Straße, die auf Grundlage der damals genehmigten Umbauplanung des Ihme-Zentrums entwickelten wurde.
2011Fertigstellung der Benno-Ohnesorg-Brücke, mit der barrierefreien Stadtbahnhaltestelle Schwarzer Bär
2013Fertigstellung des im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen auf der östlichen Uferseite der Ihme angelegten Uferparks

Umgesetzte Projekte am Ihme-Zentrum haben zur Aufwertung der Umgebung beigetragen